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Als Journalistin und Content-Creatorin war Jennifer Neyt zwölf Jahre lang bei der Zeitschrift VOGUE als Chefredakteurin für den digitalen Bereich tätig, bevor sie sich selbstständig machte. Heute teilt sie ihre Zeit zwischen ihren kreativen Projekten und ihrem Familienleben auf, das im Mittelpunkt ihres Alltags steht.
Vor Kurzem ist sie in eine Wohnung aus den 1970er-Jahren in Saint-Cloud gezogen, die an einem Park gelegen ist und einen atemberaubenden Blick auf Paris bietet. Sie hat die Einrichtung ganz nach ihrem Geschmack gestaltet - farbenfroh, eklektisch und voller Geschichte. Handwerkskunst, Fundstücke, Vintage-Schätze und Reiseerinnerungen leben hier in fröhlicher Harmonie zusammen. Für Jennifer ist ein Zuhause vor allem ein lebendiger Ort mit Persönlichkeit und voller Wärme, an dem jeder Gegenstand eine Geschichte erzählt und sich mit der Zeit die Welt der Menschen entfaltet, die darin leben.
Ich denke, vor allem an die Geschichte, die es erzählt: Das handwerkliche Können, das für seine Herstellung erforderlich war, die Epoche, in der es entstanden ist, aber auch die Symbolik, die es in sich tragen kann – als Spiegel der Kultur und des Zeitgeists.
Meine Erfahrung bei der VOGUE hat meinen Blick für Design, Mode und Einrichtung natürlich sehr geschärft. Aber ich würde auch sagen, dass die Zeit, die ich am Wochenende mit Stöbern auf Flohmärkten verbracht habe, und meine Reisen meine Sensibilität und meinen Blick wesentlich geprägt haben.
Auf jeden Fall, die 1970er-Jahre! Ich bin von dieser Zeit begeistert, sowohl in der Mode als auch im Einrichtungsbereich. In meinem Zuhause finden sich übrigens viele orangefarbene Objekte – eine für dieses Jahrzehnt typische Farbe.
Im Bereich Einrichtung würde ich gerne Künstler wie François Lembo und Mithé Espelt nennen, die Arbeiten von Audoux-Minet sowie die Keramik aus Vallauris. Auch die organische Architektur von John Lautner spricht mich sehr an, insbesondere seine Holzhäuser, die mitten im Grünen liegen.
Die Ästhetik nimmt für mich zweifellos den wichtigsten Platz ein. Ich mag es, wenn Alltagsgegenstände schön sind, und finde Vintage-Stücke für fast jeden Einsatzbereich. Erst kürzlich habe ich sogar eine orangefarbene Salatschleuder aus Kunststoff aus den 1970er-Jahren entdeckt – noch originalverpackt!
Mir fällt auf, dass die Vintage-Objekte, die ich kaufe, in meinen Augen nicht nur schöner, sondern oft auch hochwertiger sind als viele zeitgenössische Produkte. Heute werden zu wenige Gegenstände so entworfen, dass sie langlebig sind: Manchmal sind sie von minderer Qualität und nahezu Wegwerfartikel. Deshalb lege ich großen Wert auf Hersteller mit Geschichte und echtem handwerklichem Können, die eine Qualitätstradition fortführen und Objekte schaffen, die die Zeit überdauern sollen.
Ich lasse meine Einrichtung lieber nach und nach entstehen. Ich glaube, man muss sich Zeit nehmen und in einem Raum leben, damit er sich ganz natürlich weiterentwickeln kann. Bei mir ist nie wirklich etwas fertig: Ich mag die Vorstellung, dass das Zuhause ein fortlaufendes Projekt bleibt, ein Ort, der sich mit Wünschen, Entdeckungen und Begegnungen verändert. Es gibt immer etwas, das man sich neu ausdenken oder weiterentwickeln kann.
Ich mag besonders gerne Rattan und Eichenholz – zwei natürliche Materialien, die einem Raum viel Wärme und Charakter verleihen.
Ein schönes Möbelstück von Pierre Paulin, ganz ohne Zweifel!
Die Auswahl von Jennifer Neyt
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